www.amt-schlieben.de 23.06.2017 07:40 Uhr
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Das große Konzertevent in Schlieben:
Drei Benefizkonzerte am 02. Juli 2017 im Rahmen des 424. Moienmarktes

 

Die älteste Stadt des Landkreises Elbe-Elster lädt Sie zu einem besonderen Höhepunkt des 424. Moienmarktes, also dem traditionsreichsten Volksfest der Region, besonders herzlich ein.

Am 02.07.2017 finden in Schlieben drei Benefizkonzerte statt.

Landespolizeiorchester Brandenburg
Landespolizeiorchester Brandenburg
Das Landespolizeiorchester Brandenburg eröffnet in Platzkonzertbesetzung um 10:00 Uhr den diesjährigen Moienmarktsonntag. Unter der Leitung von Christian Köhler erwartet Sie eine vielfältige Mischung bekannter Melodien.

Schliebener Musikanten
Schliebener Musikanten
Anschließend werden ab 11:45 Uhr die Schliebener Musikanten mit ihrem breiten Repertoire auf der Stadtbühne auftreten. Unter der Leitung von Dr. Horst Wukasch sorgen sie seit Jahren nicht nur auf regionalen Veranstaltungen für stets angenehme Unterhaltung.

Heeresmusikkorps Neubrandenburg
Heeresmusikkorps Neubrandenburg
Ab 14:00 Uhr wird dann auf der Freilichtbühne das Heeresmusikkorps Neubrandenburg, unter der Leitung von Christian Prchal, seine breite Auswahl von Melodien in allerfeinster Weise vortragen. Klassische Werke, Marsch-, Pop- und Rockmusik werden Sie in verschiedensten Varianten überraschen.

Freuen Sie sich auf eine Reise von Brahms und Bernstein über die Puhdys und Karat bis hin zu John Williams und seinem "Krieg der Sterne".

Nach dem Motto "Musik verbindet Völker" unterstützen insgesamt 100 Musiker die Veranstaltung und bieten einen wunderbaren Klangkörper von Klassik bis Rock und Pop.

Die Spenden kommen den Vereinen "Weisser Ring e. V.", "Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V." sowie dem "Moienmarkt- und Kulturverein e. V." zugute.

Der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen zur An- und Abreise mit den eingesetzten Sonderbussen und zum Programm des 424. Schliebener Moienmarktes finden Sie auf der Internetseite www.moienmarkt.de.

 

 

Aus 17 mach 5 - Die junge Geschichte des Amtes

 

Zu Beginn des Jahres 1992 kam Bewegung in jahrhundertealte kommunale Strukturen. Um gemeinschaftliche Verwaltungskapazitäten zu nutzen, arbeitete die Stadt Schlieben mit den Gemeinden Werchau, Jagsal, Oelsig, Malitschkendorf, Wehrhain und Kolochau zusammen. Eine zweite Verwaltungsgemeinschaft gründete sich in Hohenbucko mit Proßmarke, Naundorf, Hillmersdorf, Stechau, Frankenhain, Lebusa, Körba und Freileben.

In vielen Sitzungen wurde debattiert und beraten. Schließlich fassten die Gemeinden den Beschluss, ein gemeinsames Amt Schlieben zu bilden. Alle Gemeinden behielten nach der damaligen Amtsordnung für das Land Brandenburg von 1991 ihre politische Selbstständigkeit. Ab dem 22.04.1992 stand den Gemeinden und ihren Bürgern eine gemeinsame Amtsverwaltung zur Verfügung, deren Gründung Innenminister Alwin Ziel feststellte. In der 1. Amtsausschusssitzung am 24.07.1992 wurde Iris Schülzke zur Amtsdirektorin gewählt. In der schwierigen Anfangsphase waren weit reichende Entscheidungen zu treffen und eine funktionierende Behörde aufzubauen.

Die Amtsverwaltung ist zunächst auf mehrere Gemeinden verteilt. Da es wenig effizient für die Bürger ist, zwischen den verschiedenen Orten hin und her zu fahren, wird der Ruf nach einer zentralen Verwaltung laut und der Amtsausschuss entscheidet sich für die Sanierung des alten Amtsgerichtes in Schlieben. Da dies vorher eine Schule, später ein Schülerhort war und plötzlich wieder Bundesvermögen wurde, war es eine sportliche Herausforderung, das sanierungsbedürftige denkmalgeschützte Gebäude zu verträglichen Bedingungen von der Bundesrepublik zu übernehmen. Schließlich entstand bis April 1995 ein modernes Verwaltungsgebäude.

Nach der Wiederwahl der Amtsdirektorin Iris Schülzke musste 2001 die nächste Gebietsreform auf den Weg gebracht werden, deren Umsetzung wiederum vom Ministerium des Innern des Landes Brandenburg eingefordert wurde. Gemeinden sollten demnach langfristig mindestens 500 Einwohner haben, das Amt mindestens 3 Gemeinden und 5000 Einwohner. Es erfolgte Partnersuche zwischen den Gemeinden und gemäß den Leitlinien des Landes Brandenburg wurden gemeinsam Bedingungen ausgehandelt, in dessen Folge 5 neue Gemeinden entstanden sind. Die Gemeinde Proßmarke bildet am 28.09.2001 mit ihrer Nachbargemeinde die neue Körperschaft Hohenbucko. Kremitzaue entsteht aus Kolochau, Polzen und Malitschkendorf am 18.10.2001. Bis dahin gehörte Polzen dem Amt Herzberg/Elster an. Die Gemeinde Fichtwald erwächst aus Naundorf, Hillmersdorf und Stechau am 19.09.2001. Lebusa, Körba und Freileben mit dem kleinen Ortsteil Striesa wurden zur neuen Gemeinde Lebusa am 20.07.2001. Die Gemeinden Frankenhain, Jagsal, Oelsig, Wehrhain und Werchau sowie Schlieben mit seinen bisherigen Ortsteilen Berga, Krassig und Weißenburg bilden die Stadt Schlieben am 31.07.2001.

Schwierige Gespräche, unzählige Verhandlungen und viele politische und verwaltungstechnische Veränderungen haben diese Zeit geprägt. Am Ende stehen 5 selbstständige Gemeinden, die ihre Geschicke selbst lenken und jeweils ihre eigenen finanziellen Mittel zur Verfügung haben, um ihre Zukunft zu gestalten.

Am 06.11.2014 wurde Andreas Polz durch den Amtsausschuss zum Amtsdirektor gewählt und trat am 10.11.2014 die Nachfolge der nach 22 Jahren Amtszeit in Schlieben in den Landtag Brandenburg gewählten Iris Schülzke an.